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Die Kupferstadt feiert ihren Thronfolger und wie jedes Jahr sind die Steandler, das fahrende Volk, Teil des Festes. Gekonnte Messerwerfer, Zauberer und Sofija Rea Linn mit ihrem Tambourintanz verzaubern das Volk. Der König ist völlig bezaubert und lässt Sofija entführen…

Sofija gehört den Steandlern, dem fahrenden Volk, an. Sie ist eine der sogenannten Erbinnen und wird mit ihrer baldigen Volljährigkeit eine der Anführer/rinnen ihres Volkes sein, welchem Freiheit über alles geht. Sofija ist mit dem Wind aufgewachsen, doch das Thema Hunger ist allgegenwärtig, denn nur durch ihre Auftritte in verschiedenen Städten oder einen geraubten Geldbeutel „verdienen“ sie ihr Geld.

Elia ist ebenfalls einer der Erben und nichts wünscht sich das Volk mehr als eine Verbindung zwischen ihm und Sofija, doch es kommt ganz anders, denn Sofija wird in Kupferstadt von niemand Geringerem als den Soldaten des Königs entführt.

Man betritt mit Sofija im Palast eine Welt, die schwer zu durchschauen ist. Wer ist Freund, wer Feind? Ist der König grausam oder gütig? Und was hat es mit seinem Bruder Eric, dem Lügenprinzen, auf sich? Um diese Fragen spannt die Autorin ein interessantes Geflecht, welches mich größtenteils überzeugen konnte, auch wenn es ab und zu mal kleine Längen gegeben hat.

Sofija ist ein unbeugsamer Charakter, die eigentlich nur frei sein möchte. Sowohl räumlich gesehen, als auch in der Liebe. Ihr Volk ist ihre Familie und für das Wohl der Steandler ist sie auch bereit sich zu opfern.

Die Liebe spielt ebenfalls eine zentrale Rolle und ist in der Geschichte manchmal einseitig, manchmal wird sie erwidert, manchmal ist sie verboten oder unglücklich. Das Ende ist relativ offen und man ist sehr neugierig wie die Geschichte rund um Sofija weiter geht.

Ein Prinz aus Silber und Gold ist definitiv ein etwas ungewöhnliches Buch. Der Handlungsort beschränkt sich auf die Kupferstadt und dort größtenteils auf den Palast. Dabei webt die Autorin ein interessantes Geflecht aus Wahrheit und Lüge und auch die Liebe in verschiedensten Formen spielt immer wieder eine wichtige Rolle.