Show me the stars

Liv hat eine richtige Pechsträhne im Job und weiß nicht so recht, was sie jetzt mit sich anfangen soll. Als sie eine ungewöhnliche Stellenanzeige entdeckt, bewirbt sie sich und landet für 6 Monate als Housesitter in einem Leuchtturm in Irland. Liv gefällt es wider Erwarten sehr gut. Das liegt auch an Musiker Kjer, den sie kennenlernt. Doch soll sie wirklich ihre Heimat Hamburg hinter sich lassen und hat sie bei Kjer überhaupt eine Chance?

Liv ist Anfang 20 und freiberufliche Journalistin. Ein Interview soll ihr die heißersehnte Festanstellung bringen. Doch etwas geht schief und Liv steckt in einer Sackgasse. Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan, denn es war für mich sehr offensichtlich, wie es zu dem „Unglück“ kommen konnte, aber Liv ist hier sehr naiv und ich hätte ihr am Liebsten in den Allerwertesten getreten.

Liv ist eine sehr einsame junge Frau. Mit ihrer Mutter versteht sie sich nicht gut, sie behandelt Liv sehr von oben herab und schenkt ihr keinerlei Liebe oder Respekt. Abseits einer eher losen Bekanntschaft mit einer Kollegin hat sie keine guten Freunde. Liv war immer auf ihren Erfolg und ihre Karriere konzentriert.

Von Hamburg nach Irland in ein kleines Dorf: Eine größere Veränderung kann man sich kaum vorstellen. Doch Liv fühlt sich erstaunlich wohl im Leuchtturm auf „ihrer“ Insel. Ich konnte hier sehr mit Liv mitfühlen. Man spürt regelrecht wie Liv endlich durchatmet. Sie genießt das Meer und die Ruhe und man merkt, wie in Liv ein Prozess startet. Sie wird ruhiger, ausgeglichener und reflektierter. Und ich konnte diese Wandlung nachvollziehen. Man muss jedoch bei diesem Hörbuch in der richtigen Stimmung sein und sich darauf einlassen können, sonst könnte man sich langweilen.

Im Dorf freundet sie sich mit einer jungen Frau an, die Zimmer vermietet und lernt Kjer kennen, der sie auf ihrer Insel mit dem Nötigsten versorgt. Liv entwickelt sich weiter und baut langsam einen Freundeskreis aufbaut. Doch ihre Gefühle für Kjer stehen unter keinem guten Stern, denn er lässt niemanden näher an sich heran. Interessanterweise fängt Liv auch an zu bloggen über ihr Leben im Leuchtturm. Ab diesem Moment wusste ich noch mehr, dass ich die Geschichte mag!

Ein eher schwacher Anfang hat mich kurz zweifeln lassen, aber sobald das Setting nach Irland wechselte, war ich voll in der Geschichte drin. Man merkt, wie sehr Liv sich weiter entwickelt und einen inneren Frieden findet, den vielen in der heutigen hektischen Welt nicht vergönnt ist.

4,5 Sterne

Andere Bloggermeinungen:

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