Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Mila möchte nach dem Tod ihrer Mutter endlich mehr über ihre Wurzeln erfahren und kehrt in ihre Heimatstadt Prag zurück. Dabei wird sie von ihrer Gabe verfolgt, denn Menschen, die sie in Grau wahrnimmt, sind Menschen, die bald sterben werden. Mila weiß nicht, woher diese Gabe kommt und hofft durch ihre Nachforschungen auch mehr darüber zu erfahren.

Währenddessen nehmen die Ewigen Tariel und Asher erneut ihren Krieg auf um das Gleichgewicht der Erde zu wahren….

Mila ist eine sehr in sich gekehrte junge Frau, die schon ihr Leben lang mit ihrer besonderen Gabe zu kämpfen hat. Es belastet sie sehr zu sehen, wenn Menschen bald sterben müssen und sie nichts dagegen tun kann. Mila fand ich sehr überlegt und sympathisch und ich konnte ihre Verzweiflung und Einsamkeit sehr gut nachempfinden.

Es gibt noch die Ebene der Ewigen in der Geschichte, von denen es zwei Lager gibt: Die Lichten und die Dunklen. Beide spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle. Hier war ich leider etwas enttäuscht. Vielleicht liegt es daran, dass es ein Jugendbuch gibt, aber ich hätte mir viel mehr Weltenaufbau gewünscht. Die Spähre der Ewigen ist kaum beschrieben und für mich hat sich in meinem Kopf kein richtiges Bild ergeben.

Auch waren die Ewigen, die schon Tausende von Jahren leben, sehr menschlich und fast noch „kindischer“ in ihrem Verhalten als mancher Erwachsener. Wenn jemand wirklich so lange lebt, würde ich mir zumindest von einigen eine gewisse Weisheit wünschen, die es jedoch nicht gegeben hat. Das hat für mich nicht so richtig zusammengepasst.

Die doch sehr menschlichen Ewigen waren mir dennoch sympathisch. Tariel und Asher verbindet zudem eine gemeinsame Vergangenheit und ein Ereignis, welches zwischen ihnen steht.

Ein Großteil des Settings spielt in Prag und man merkt, dass die Autorin hier recherchiert hat und so das Gefühl der Stadt gut rüber bringt.

Letztlich war es eine süße Liebesgeschichte und die Botschaft, dass jeder „Mensch“ nicht ausnahmslos gut oder böse ist, hat mir gut gefallen. Jeder kann in der einen Situation das Richtige tun und in der nächsten Situation das Falsche.

Ich liebe Fantasy Romances und ich wollte das Buch so sehr lieben. Insgesamt hat mir die Geschichte auch gut gefallen, aber ich war doch sehr enttäuscht vom fehlenden Weltenbau und dem Verhalten der Ewigen, das hat für mich nicht richtig zusammengepasst.