Dies ist ein Rezensionsexemplar und muss somit als Werbung gekennzeichnet werden.

Krayan lebt ein einsames Leben. Nachdem sein Dorf überfallen und alle getötet wurden, zieht er durch die Lande und überlebt nur knapp. Doch dann findet er die schwarze Mühle. Voller Verzweiflung und kurz vor dem Verhungern stimmt er zu, dort in die Lehre zu gehen ohne zu ahnen, dass er einen magisch-teuflichen Bund eingegangen ist….

Krayan gerät mit 16 in die Fänge der schwarzen Mühle. Diese wird mittels Blut angetrieben, verleiht den 12 Lehrlingen aber auch magische Kräfte. Über ihnen steht der Müller, der ewig lebt und von der Mühle und ihren Kräften zehrt. Er hat mit der Zeit viel Einfluss auf die Machthabenden erlangt und führt ein bequemes Leben.

Krayan spürt, dass der Müller böse ist, doch er kann ihm auch nicht entfliehen. Zudem ist er fasziniert von den magischen Kräften, die er erlernen kann und wahnsinnig wissensdurstig. Dass alles ändert sich, als er sich verliebt und sich beginnt heimlich mit dem Mädchen zu treffen. Sie bringt wieder Licht in sein Leben und Krayans Pläne, den Müller zu stürzen, werden konkreter…

Die Geschichte spielt komplett auf zwei Zeitebenen. Einmal ist Krayan 16 Jahre alt und man erlebt, wie er in die Fänge der Mühle gerät. Einmal ist er ein erwachsener Mann, der aus dem Krieg zurückkehrt und dem Müller endgültig besiegen will. Dabei trifft er auch auf die Wirtin Hanka, die merkwürdigerweise gegen seine Kräfte immun zu sein scheint.

Ich kenne Krabat nicht und kann die Geschichte damit auch nicht vergleichen. Generell hatte die Geschichte eine gewisse Sogwirkung und ist definitiv gut geschrieben. Ich fand sie aber auch etwas eindimensional. Der „Weltenbau“, wenn man denn überhaupt davon sprechen kann, dreht sich alleinig um die Mühle und den Müller, der von ihr zehrt. Man erfährt am Ende ein paar Hintergrundinfos, aber im Großen und Ganzen sind die Dinge eben einfach so, wie sie sind. Hier hätte mehr Potenzial in der Geschichte gesteckt.

Auch ist mal vollkommen fokussiert auf Krayan, einmal als Junge und einmal als erwachsener Mann. Mir hätte mir Hankas Sicht gut gefallen oder auch die des Müllers. Das hätte der Geschichte noch mehr Abwechslung gegeben.

Die Geschichte um Krayan entwickelt eine gewisse Sogwirkung, dennoch bleibt sie auch etwas eindimensional, weil alles auf Krayan und seine Gedanken fokussiert ist und auch das Setting nicht viel Abwechslung bietet.