Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Evelyn und Dylan leben beide in einem rauen Teil Dublins, in dem Gewalt und Wegsehen an der Tagesordnung sind. Während Dylan davon träumt, irgendwo anders durchzustarten, versucht Evelyn das Positive zu sehen und hat sich mit ihrem Leben gut arrangiert. Als die beiden sich näher kommen, müssen sich beide entscheiden, was ihnen wichtiger ist.

Der Klappentext ist leider sehr irreführend, denn weder spielt die Geschichte in New York noch wollen die beiden zusammen ein Unternehmen gründen. Dennoch hat mich „Dreams of Yesterday“ sehr für sich einnehmen können.

Dylan ist im Abschlussjahrgang und lebt genau wie Evelyn in Dublin. Das Leben dort ist hart, Gewalt ist an der Tagesordnung und Hilfe ist kaum zu erwarten. Genau deswegen will Dylan weg. Er träumt von einem anderen Leben und ist dafür bereit, hart zu arbeiten. Seine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und nun er lebt er mit seinem exzentrischen Vater zusammen.

Evelyn lebt bei ihrer Tante. Ihre Mutter hat sie sehr früh bekommen und zurückgelassen. Evelyn liebt das Gärtnern und hat sich einen notdürftigen kleinen Garten auf der Terrasse des Hauses angelegt. Als sie und Dylan sich näher kennen lernen, ist Evelyn erstaunt, von Dylans tiefgründiger Art.

Ich mochte beide Protagonisten sehr und konnte ihre Motivationen und Wünsche gut nachvollziehen. Gerade in Dylan sitzt eine unglaubliche Wut, aber auch eine große Kraft, Dinge anzupacken und zu verändern.

Die Handlung wird schnell vorangetrieben. Sowohl Dylan als auch Evelyn geraten immer wieder ins Fadenkreuz einiger Mitschüler. Ich fand es erschreckend, wie sehr hier die Macht des Stärkeren regiert und wie wenig hier Polizei oder Lehrkräfte eingreifen.

Der Titel „Dreams of yesterday“ ist gut gewählt und das Buch endet mit einem Knall. Ich möchte unbedingt wissen wie es in „Promises of Tomorrow“ weiter geht.

Mich hat „Dreams of yesterday“ genau auf dem richtigen Fuß erwischt. Die Geschichte ist traurig, aber auch teilweise voller Hoffnung. Manchmal ist sie auch leicht poetisch angehaucht, was mir besonders gut gefallen hat.

4 Sterne Bewertung