Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Imperator Marcus ist immer noch an der Macht, an seiner Seite Helena als Blutgreif. Doch das Imperium wird vom Krieg erschüttert, während es selbst immer noch die Kundigen jagt. Laia organisiert immer noch Überfälle, um möglichst viele Kundige aus den Händen des Martialenimperiums zu retten, doch ihr ist bewusst, dass sie vor allem eines benötigt: Eine Waffe, um den Nachtbringer aufzuhalten. Elijah hingegen kämpft verzweifelt darum, seine Verbindung zu Laia nicht abreißen zu lassen. Dennoch ist es nun seine Aufgabe als Seelenfänger, die Seelen der Toten durchzuschleusen und ihnen Frieden zu schenken. Gelingt ihm das nicht werden sie Schreckliches mit den Lebenden anstellen.

Ich brauchte einen Moment, um wieder in die inzwischen doch komplexe Geschichte einzusteigen. Doch dann wurde ich wieder von Elias, Laias und Helenas Schicksal gepackt. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählt und obwohl sie teilweise auf unterschiedlichen Seiten stehen, fiebert man doch mit allen Dreien mit.

Laias Ziel ist es, den Nachtbringer aufzuhalten, der sie so schlimm hintergangen hat. Sie setzt alles daran mehr über den einst so mächtigen Djinn zu erfahren, doch dafür muss sie handeln und Gefallen einfordern und selbst ihr Leben in die Waagschale werfen. Dabei schmerzt es sie zutiefst, dass Elias nun an die Zwischenstatt gebunden ist. Laias Konflikt war für mich sehr greifbar und ich habe mit ihr bei den vielen Rückschlägen mitgelitten.

Elias Aufgabe als Seelenwächter ist es, die unruhigen Geister durchzuschleusen, bevor sie sich der Lebenden bemächtigen können. Doch die Macht ist schwach in ihm und nur, wenn er seine Gefühle hinter sich lassen kann, wird er seine Aufgabe bewältigen können. Doch Elias will weiterhin als Laias Seite und für sein Volk, die Kundigen, kämpfen. Dieser Konflikt zerreißt ihn fast.

Helena als Blutgreif muss viele Grausamkeiten begehen, doch sie tut es für ihre Schwester, die Königin, die sonst den Grausamkeiten des Imperators hilflos ausgesetzt ist. Ihre Gegnerin ist niemand Geringeres als Keris, Elias Mutter, die ihre eigenen Pläne verfolgt und Helena vernichten will.

Auch die Geschichte des Nachtbringers wird enthüllt. Man erfährt mehr über die Djinn und den unglaublichen Verrat und so grausam seine Handlungen auch sind, machen sie vieles doch greifbarer und verständlicher.

Wirklich atemberaubend. Die Autorin erschafft hier eine komplexe Welt, in der es nicht das Gute und das Böse gibt. Alle kämpfen für diejenigen, die sie lieben und auf die Art und Weise, wie es ihnen möglich ist.

4,5 Sterne

Elias & Laia 1
Elias & Laia Eine Fackel im Dunkeln der Nacht