Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Sawyer Dixons Leben ist die Hölle. Als ihre Mutter stirbt, ist das für sie der Startschuss, um ihr Leben zu ändern und mit dem vererbten Campingwagen mitten ins Nirgendwo zu ziehen.
Ihr mürrischer Nachbar Finn ist ein absoluter Einzelgänger und alles andere als begeistert, dass ihn jemand in seiner eigenen Trauer und seinem Whiskeyrausch stört. Der, für ihn merkwürdigen, jungen Frau gelingt das Undenkbare: Sie berührt sein Herz und reißt ihn aus seinem zerstörerischen Verhalten.

Sawyers Leben in einer religiösen Gemeinschaft ist die Hölle. Es gibt keinerlei Gleichberechtigung und ihr Vater ist Alkoholiker und schlägt Sawyer regelmäßig. Mit dem Tod ihrer Mutter vererbt ihr diese eine Fluchtmöglichkeit, die die 21-Jährige Sawyer ergreift.

Das fand ich sehr mutig von ihr, aber auch glaubwürdig rüber gebracht, dass der Tod ihrer Mutter sie wach rüttelt. Sie landet in einem kleinen Kaff und schlägt sich recht gut durch. Ich fand Sawyer für die Verhältnisse, in denen sie aufgewachsen ist, sehr taff!

Mit Finn hatte ich etwas schwerer. Er hat seine große Liebe verloren und ist in seiner Trauer gefangen. Er trinkt zu viel und er hat all seine Freunde von sich gestoßen. Ausgerechnet er ist Sawyers neuer Nachbar und versucht „die Fremde“ wieder zu vertreiben. Dabei benimmt er sich vor allem am Anfang nicht gerade charmant. Generell ist er schon ziemlich alphamäßig unterwegs und ich konnte gar nicht so recht glauben, dass Sawyer davon nicht getriggert wird. Doch sie behauptet sich recht gut gegen ihn.

Hinter Sawyers Vergangenheit und hinter der ihrer Mutter verbergen sich doch noch einige Geheimnisse, die gegen Ende des ersten Bandes eher angedeutet werden. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, weil ich das sehr spannend fand. Wer mehr wissen will, sollte zu Band 2 greifen 🙂

Wild hearts hat mit Sawyer eine starke Protagonistin, die schon viel durchmachen musste und nun einen Neuanfang wagt. Auch das es in ihrer Vergangenheit und der ihrer Familie noch einige Geheimnisse gibt, fand ich sehr interessant. Finn hat mein Herz leider nicht ganz erobern können.