Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Gesine hat es sehr schwer: Sie hat gerade ihre Mutter verloren und zieht nun vom modernen Wien ins beschauliche Blackwood zu ihrer Tante. Sie fühlt sich fremd und die Iren sind ebenfalls ein eigenes Völkchen. In ihrem Kummer schreibt sie alles herunter, was sie gerade bewegt…und erhält eine Antwort! Und zwar von ihrem zukünftigen Ich! Doch kann ihr dieses helfen, mit ihrer Trauer, den neuen Klassenkameraden und einem besonderen Jungen fertig zu werden?

Gesines Leben wird völlig auf den Kopf gestellt. Eben hat sie noch Ballett geübt und mit ihrer Mutter Späße gemacht, im nächsten Moment ist sie auf dem Weg in den kleinen Ort Blackwood zu ihrer Tante und hat ihre Mutter verloren.

Gesine selbst war immer eine Musterschülerin, war aber nicht wahnsinnig beliebt in ihrer alten Schule. Nun ist sie in ihrer Trauer gefangen und auch wenn ihre Tante sie herzlich aufnimmt, fühlt sie sich doch fremd.

Die Autorin hat mit Blackwood einen kleinen irischen Ort geschaffen, der nicht nur die Macken des Kleinstadtlebens sondern auch den Aberglauben der Iren miteinander vereint. So glaubt Ges Tante z.B. an Lepraunchs und Feen 🙂 In dem kleinen Ort kennt jeder jeden und die Gerüchteküche brodelt. Geheimnisse gibt es so gut wie keine, denn das allgegenwärtige Radio Blackwood sorgt dafür, dass kein Geheimnis eines bleibt.

So ist die Geschichte manchmal auch leicht schräg und Gesine hat ein Talent dafür von einem ins nächste Fettnäppchen zu tappen. Das hat mich doch manchmal zum Schmunzeln gebracht.

Die Autorin beschreibt sehr schön wie Ge mit sich zu kämpfen hat. In der neuen Schule findet sie mit Sam einen guten Freund, doch dafür hat es die Schulschönheit Lilian auf sie abgesehen und Adrian, der reiche Erbe eines Konzerns, lässt ihr Herz höher schlagen.

Das alles vereint die Autorin schön mit einem kleinen fantastischen Effekt, nämlich die Briefe der zukünftigen Gesine, die versucht, ihrem jungen Ich Mut zu machen. Das wurde wie ich finde schön in die Geschichte integriert.

Blackwood ist als Ort auf jeden Fall etwas schräg, aber Gesines Geschichte hat mir gut gefallen. Sie kämpft darum, nach dem Tod ihrer Mutter in einer völlig neuen Umgebung wieder Fuß zu fassen und erhält dabei mal mehr und mal weniger Hilfe von ihrem zukünftigen Ich.

4 Sterne Bewertung