Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut „die-medienanstalten“ Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Jana sucht die Abgeschiedenheit und plant einen verlängerten Urlaub bei ihrem Onkel und ihrer Tante. Auf einer einsamen Insel möchte ihr Onkel die Natur und Tierwelt erforschen während Jana versucht, die Ereignisse der letzten Monate zu verarbeiten. Doch dann verschwindet ihr Onkel und dafür taucht ein verletzter junger Mann auf…

Jana hat Schlimmes durchgemacht und steht nun überall im Mittelpunkt. Man merkt als Leser, dass es irgendwas im Internet über sie gab, was ihr wahnsinnig zusetzt und nun sucht sie die Abgeschiedenheit. Ich konnte Janas Ängste sehr gut mit fühlen, man merkt, dass sie sich nach einem normalen Leben sehnt, aber den Weg „zurück“ nicht mehr findet.

Richard, Janas Onkel, ist Forscher und Biologe und nimmt Jana mit auf eine abgeschiedene Insel, um hier Forschungen zu betreiben. Das Leben ist dort sehr schlicht, es gibt keinen Strom oder fließend Wasser, doch Jana kann endlich wieder durchatmen.

Es gibt zwei Perspektiven aus denen die Geschichte erzählt wird. Luke ist ein Abenteurer und unternimmt gerne Kanutouren in der unberührten Natur. Seine kleine Schwester jedoch ist schwer krank und hat sich selbst aufgegeben. Das setzt Luke und seinen Eltern sehr zu und macht Luke auch wütend.

Die eher ruhige Geschichte wird gefährlich für Jana und Luke, als Janas Onkel verschwindet und Luke auf der Insel strandet. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen.

Die Autorin hat sich für beide Protagonisten schwere Bürden ausgedacht, die sie tragen müssen. Doch diese werden eher oberflächlich erklärt und angedeutet, worum es sich handelt, so dass man die Dimension des Ganzen nicht wirklich fassen konnte. Man fühlt zwar, dass beide zu kämpfen haben, aber man weiß nicht recht warum.
Auch warum sich die beiden zueinander hingezogen fühlen, war mir nicht richtig klar. Es ist oft von Janas Schönheit die Rede, ansonsten benimmt sie sich Luke gegenüber eher abweisend.

Die Grundidee hat mir gut gefallen, die Umsetzung weniger. Die Geschichte bietet viel Potenzial für große Gefühle, die mich jedoch nicht erreicht haben.