Cover: Loewe Verlag

Erschienen: Oktober 2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-7855-8415-6
Buch: 18,95 EUR
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Die Handlung schließt direkt an das Geschehen von Band 1 an. Adelina wurde von der Geheimschaft der Dolche verstoßen und flieht mit ihrer Schwester. Sie möchte eine eigene Gemeinschaft gründen und sinnt auf Rache…an der Inquisition, aber auch an den Dolchen. Tatsächlich gelingt es ihr, sich unter dem Pseudonym „Weiße Wölfin“ einen Namen zu machen. Doch ihre Kräfte werden immer unkontrollierter und sie droht im Sog ihrer Gabe zu versinken…
Adelinas Bestreben nach Rache steht im Mittelpunkt des Geschehens. Zusammen mit ihrer Schwester Violetta, die anderen ihre Gabe rauben kann, ist sie auf der Suche nach anderen Begabten und ihr Bündnis der Rosen zu gründen. Dabei wird Adelina immer stärker und kann ihre Illusionen besser beherrschen. Doch teilweise wirkt ihre Gabe auch immer unkontrollierter und scheint sie immer mehr zu vereinnahmen.
Die Sichtweise wechselt auch teilweise zu Raffaele, der mit den Dolchen ebenfalls auf der Flucht ist und die nach einer Möglichkeit suchen, die Inquisition und die Königin zu stürzen. Malfettos, also vom Blutfieber Gezeichnete, werden in Lagern zusammengeschlossen und zum Arbeiten gezwungen und die Lage verschlechtert sich immer mehr.
Adelina wird im Laufe der Geschichte immer mehr zur „Anti-Heldin“. Sie tötet häufiger, um ihr Ziel zu erreichen und lässt sich von den Stimmen in ihrem Kopf zu Rache und Vergeltung antreiben. Ihre Grausamkeit trifft auf die Grausamkeit und Entschlossenheit ihrer Gegner. Da sind zum einen die Dolche mit Raffaele und der Königin von Belin an ihrer Spitze und zum anderen Königin Giuletta und Teren, ihr Liebhaber und Anführer der Inquisition und selbst ein Begabter. Die Atmosphäre ist also wieder sehr düster und von Krieg und Täuschung geprägt. 
Ein interessanter Charakter ist auch der Dieb Magiano. Er bringt eine gewisse Unbeständigkeit, aber auch Leichtigkeit in die Geschichte und er hat ein Auge auf Adelina geworfen. Doch auch Enzo, der verstorbene Prinz, bekommt noch mal eine besondere Rolle zugeteilt.
Das Ende hat mich sehr beeindruckt. Es ist düster und Adelina scheint am Ziel ihrer Träume zu sein. Doch sie wird auch immer einsamer und ihre Freunde wenden sich von ihr ab. Der Wahnsinn in ihr nimmt immer mehr Gestalt an und Adelina hat mich mit ihrer Bosheit und Rachsucht wirklich gefangen genommen.
Ein düsterer zweiter Teil, bei dem Adelina am Ziel ihrer Träume zu sein scheint. Doch ein Großteil ihrer Vertrauten hat sich von ihr abgewandt und ihre Kräfte scheinen sie zu verschlingen.