Cover: dtv

Erschienen: August 2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 528 Seiten
ISBN: 978-3-423-64032-9
Buch: 19,95 EUR
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Simon Snows letztes Jahr in Watford steht bevor, dann ist er ausgebildeter Magier. Doch schon jetzt muss er sich vielen besonderen Situationen stellen, denn er gilt als mächtigster Zauberer überhaupt und als derjenige, der den „Schatten“ besiegen soll. Als sein Mitbewohner Baz verschwindet, macht sich Simon große Sorgen, auch wenn sich die beiden nicht besonders gut verstehen. Doch ausgerechnet die beiden müssen sich zusammentun, um einen lang zurückliegenden Mord aufzuklären…Hat auch hier der Schatten seine Finger im Spiel?

Ich habe zuerst Fangirl gelese, hier schreibt die Protagonistin eine Fanficition zur in ihrer Welt berühmten Simon Snow-Reihe. Diese Einschübe haben mir gut gefallen und ich war gespannt auf die komplette Geschichte. Simon Snow ist von Harry Potter inspiriert zumindest was die Grundelemente angeht. Simon Snow ist der geweissagte große Magier, der den ominösen Schatten besiegen wird. Er geht an eine Zauberschule und seine beste Freundin ist die sehr schlaue Penelope. Penelope hat mich schon sehr an Hermine aus Harry Potter erinnert 🙂 


Es gibt auch einen Zimmergenossen Baz, mit dem Simon nicht besonders gut versteht und von dem er schon lange vermutet, dass dieser ein Vampir ist.
Diese Hass-Liebe, die Simon und Baz verbindet, zieht sich durch das ganze Buch und bekommt eine besondere Wendung, als die beiden sich zusammentun, um den Mord an Baz Mutter aufzuklären. Wer Fangirl gelesen hat, ja, es entwickelt sich in diese Richtung 🙂

Die Perspektiven wechseln oft zwischen Simon, Penelope, Baz, einer gewissen Lucy, aber auch in die Gedanken des Schattens taucht man ein. Das gibt der Geschichte einen interessanten Twist, denn man erfährt dabei natürlich auch die Gedanken und Gefühle der Beteiligten und ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die jeweilige Situation.

Trotzdem fiel es mir stellenweise schwer weiterzulesen. Die Geschichte war manchmal recht distanziert erzählt, gerade wenn Simons Perspektive an der Reihe war. Teilweise emotionslos erzählt er, dass er seine Ferien wieder im Heim verbringen musste, weil auch der Magier, Simons Mentor, im jeglichen Kontakt zu anderen Zauberschülern in den Ferien untersagt hat. Simon selbst war niemand, mit dem ich richtig mitfiebern und mitfühlen konnte, das war bei Baz oder Penelope doch wesentlich emotionaler. Doch Simon hat als Hauptprotagonist den größten Erzählpart.

Das Ende wiederum hat mich dann doch überrascht. Es kommt zu einem großen Kampf und hier hat sich die Autorin noch eine wirkliche Überraschung einfallen lassen, mit der ich nicht gerechnet habe.

Simon Snow war ein interessantes Buch, doch diese Distanziertheit zu Simon hat es mir schwer gemacht, richtig in das Buch und in die Geschichte hineinzutauchen.