Cover: Thienemann

Erschienen: September 2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 400
ISBN: 978-3-522-20237-4
Buch: 17,99 EUR
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„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“ 
Auf der Suche nach ihrer großen Liebe Bale durchquert Snow das magische Tor nach Algid. Dort erwartet sie ein magisches Land aus Eis und Frost. Snow erfährt, dass sie Gegenstand einer mächtigen Prophezeiung ist, die das Schicksal des ganzen Landes ändern kann. Doch ihre Suche nach Bale steht für sie im Vordergrund…
Der Beginn des Buches ist etwas verstörend, denn Snow befindet sich seit Jahren in einer psychiatrischen Klinik. Dieses Schicksal erträgt sie recht stoisch. Dort lernt sie auch Bale kennen, der ebenfalls Patient dort ist und verliebt sich in ihn. Der Weg führt sie, als Bale entführt wird, in die magische Welt Algid, die im Wesentlichen nur aus ewigem Eis besteht. Die Bewohner sind fast alle magisch begabt und waren kreativ gestaltet, von Kreaturen aus Eis wie Schneewölfe bis pfiffige Diebe, die Gesichter stehlen. Das hat mir gut gefallen.

Snow ist eigentlich eine recht selbstbewusste Protagonistin, die gut mit ihrem Alltag in der Nervenanstalt zurecht kommt. In Algid ist sie allerdings ein Spielball verschiedener Personen, die sie dort trifft. Das fand ich sehr schade, denn sie wird eigentlich nie selbst aktiv sondern macht im Prinzip das, was andere ihr auftragen. Sie handelt zwar immer mit den Personen, die sie trifft, dennoch kommt der Eindruck auf, dass sie mehr ein Spielball ihrer Ziele ist.
Generell gibt es in Algid niemanden, der wirklich „gut“ ist. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele und diese sind meistens sehr eigennützig. Das macht es schwierig sich mit jemandem zu identifizieren. Snow selbst interessiert sich recht wenig für die Prophezeiung, die alle Bewohner von Algid betrifft. Sie möchte nur Bale retten. Das ist einerseits romantisch, andererseits ist es auch sehr egoistisch, dass sie sich damit nicht auseinander setzen will.
Das Ende ist sehr offen und alle Romantiker werden nicht sehr glücklich sein. Ich weiß nicht, ob die Autorin das Ruder in Teil 2 noch mal herumreißt, doch ich war insgesamt eher enttäuscht.
Snow Die Prophezeiung aus Feuer und Eis bietet einiges an Potenzial, welches aber nicht ganz ausgeschöpft wurde.