Cover: cbt

Erschienen: September 2017
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 978-3-570-16497-6
Seiten: 384 Seiten
Buch: 14,99 EUR
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Der 17-Jährige Henry ist in seinem letzten Schuljahr und war noch nie verliebt. Das ändert sich als er zum ersten Mal die neue Schülerin Grace sieht. Sie ist zwar eigentlich so gar keine Traumfrau mit ihrem Humpeln und den weiten Jungsklamotten, die sie trägt, trotzdem ist sich Henry sicher: Grace ist die Richtige für ihn. Doch Grace verbirgt etwas vor ihm und hält ihn auf Abstand…

Henry ist 17 und ein ziemlich braver Teenager. Am Liebsten hängt er mit seinen beiden besten Freunden Murray und Lola ab. Zudem liebt er das Schreiben und möchte unbedingt Chefredakteur der Schülerzeitung werden. Bei der Liebe nimmt er sich seine Eltern zum Vorbild, die schon ewig zusammen sind und war noch nie richtig verliebt. Was mir an Henry besonders gefallen hat, war die Echtheit seiner Gefühle und wie er sich von diesen leiten lässt. Das macht auch die große Liebe aus, dass man so komplett in seinen Gefühlen aufgeht.


Als Grace neu an die Schule kommt, ist Henry ziemlich schnell klar, dass Grace etwas Besonderes ist. Auf den ersten Blick ist Grace allerdings eher unscheinbar in ihren weiten Jungsklamotten, ihrem ungekämmten Haar und ihrem Humpeln. Zudem ist sie eher wortkarg und scheint nicht unbedingt Anschluss zu suchen. Man merkt als Leser recht schnell, dass hier irgendetwas merkwürdig ist, auch wenn die Autorin des Rätsels Lösung ziemlich lang hinaus zögert.

Ich bin sehr unsicher, wie ich das Buch bewerten soll. Ich fand die Geschichte etwas merkwürdig, genau wie Grace übrigens für mich das Sinnbild der Merkwürdigkeit war. Die „Beziehung„, sofern man überhaupt davon sprechen kann, ist von etwas Nähe und „weit von sich wegstoßen“ geprägt, es gibt keine wirklich romantischen oder glücklichen Momente. Der Prozess, als Henry langsam begreift, dass Glück vergänglich ist, kann man als Leser begleiten, doch als romantisch würde ich das Buch und die Geschichte nicht bezeichnen. Eher im Gegenteil ist „Unsere verlorenen Herzen“ von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit geprägt, zumindest wenn man sich Grace Leben näher anschaut.

Das Highlight waren für mich Henrys Eltern. Sie lassen Henry alle Freiheiten und finden ihn zu brav. Sie ermuntern ihn, zu Parties zu gehen und über die Stränge zu schlagen und das auf witzige Art und Weise.   
Der Schreibstil ist von eher kurzen, klaren Sätzen geprägt. Das ist auch nötig, denn dafür ist die Story teilweise ziemlich verdreht.

Unsere verlorenen Herzen ist keineswegs eine klassische Liebesgeschichte. Mich hat sie nicht wirklich packen können, ich fand die Geschichte eher merkwürdig. Happy End-Liebhaber werden hier nicht glücklich werden.