Auch ich habe mich damals für das von vielen genutzte klassische Bewertungssystem von 5 Sternen entschieden, wobei 1 Stern für ein wirklich schlechtes und 5 Sterne für ein tolles Buch vergeben werden.
Ich kenne auch Blogs, die mit 10 oder 15 Bewertungspunkten arbeiten, aber die Differenzierung war mir dann doch etwas zu genau.

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich wahnsinnig viele Bücher mit 3,5 Sternen bewerte. Warum ist das so?
Ich lese ja doch etwas mehr 🙂 und querbeet und ich habe festgestellt, dass ich viele Bücher weder richtig gut noch richtig schlecht finde. Wenn in einem Buch z.B. die Liebesgeschichte schön ist, aber der Rest drumherum nicht so doll (z.B. wie bei „Ravens Gift“) dann gibt`s 3,5 Sterne. Ein Aspekt des Buches hat mir also richtig gut gefallen und andere nicht. 

Manchmal ist es aber auch so, dass ich ein Buch abschließe und denke „Ok, das hast du in einer Woche wieder vergessen“, obwohl es keine richtig schlechten Punkte gab (aber eben auch keine richtig guten). Dann tendiere ich auch zu 3 oder 3,5 Sternen.

Ich muss gestehen, dass mich das schon deprimiert. Denn eigentlich wünscht man sich als Leser ja auch, dass einen die Bücher, die man liest, berühren, fesseln und nicht mehr loslassen. Das ist aber bei mir meistens bei rund 25 gelesenen Büchern im Moment nur bei 2-3 Stück der Fall, wo ich dann auch 4,5 oder 5 Sterne vergebe.
Einige Blogger haben ja ein richtiges Bewertungssystem entwickelt, wie sie Punkte/Sterne für Bücher vergeben. Da fällt mir auch öfter auf, dass das Buchcover auch einen Teil der Bewertung ausmacht. Warum? Letztlich freut es mich zwar auch, wenn ein Cover hübsch ist und mir gefällt, aber es sagt doch nichts über die inhaltliche Qualität des Buches aus. Trotzdem finde ich solche Bewertungssysteme nicht verkehrt, denn sie geben der persönlichen Bewertung einen Rahmen und ein Schema.

Ist Euch das auch schon passiert, das ein Buch viele tolle Bewertungen auf Amazon hatte und ihr es Euch deswegen gekauft habt? Und dann war es einfach nur Schrott
Ist mir persönlich so gegangen bei „Höllenjob für einen Dämon“, was als sehr lustig und mit schöner Liebesgeschichte beschrieben wurde. Ich habe mich sooo gelangweilt bei 3/4 des Buches. Das Ende war dann besser, aber ich habe wirklich oft überlegt, abzubrechen. Und dann fragt man sich: Hab ich so einen anderen Geschmack? Oder warum zum Teufel hat das Buch so viele gute Bewertungen?

Ich weiß, ich weiß, (Lese)geschmack ist natürlich subjektiv, doch zum Glück kann ich mich meistens auf doch so einige Blogger verlassen, die einen sehr ähnlichen Geschmack haben.
Ich würde mich freuen über Eure Erfahrungen zum Rezensieren und auch gerne allgemein zu Rezensionen zu hören!