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Flinn Nachtigall hat es nicht leicht mit ihren jüngeren Halbbrüdern und ihrer überforderten Mutter. Sie sitzt im letzten Kaff der Welt, in Weidenborstel, fest und fragt sich wohin ihr einziger älterer Bruder Jonte verschwunden ist. Eines Tages rollt im verlassenen Bahnhof ein beeindruckender Zug ein und Flinn springt in letzter Sekunde als blinde Passagierin auf. Damit beginnt das Abenteuer ihres Lebens! Der Weltenexpress ist magisch und sie kommt auch dem Verschwinden von Jonte auf die Spur…

Flinn ist ein ungewöhnliches Mädchen. Mit ihren 13 Jahren und ihren Karohemden scheint sie nirgendwo so richtig reinzupassen und seitdem ihr älterer Bruder Jonte verschwunden ist, herrscht Gleichgültigkeit bei ihrer Mutter und ihren anderen Brüdern. Man kann Flinns Gesamtsituation nur als deprimierend beschreiben.

Mit dem beherzten Sprung auf den Weltenexpress ändert sich Flinns Leben jedoch, denn sie befindet sich plötzlich auf einem magischen Zug wieder! Das es sich hierbei um eine außergewöhnliche Schule handelt, ahnt Flinn anfangs nicht. Doch ganz langsam fühlt sie sich zum ersten Mal irgendwo zugehörig und findet mit Kazim und Peg sogar Freunde. Doch das Geheimnis um das Verschwinden ihres Bruders lässt sie nicht los.

Die Grundidee, also eine magische Schule, erinnert natürlich sofort an Harry Potter und so waren meine Erwartungen ziemlich hoch, als ich mit dem Lesen angefangen habe. Es gibt auch tatsächlich einige außergewöhnliche Dinge an Bord, die meistens mit sogenannter Magietechnologie betrieben werden. Dennoch war der Zug doch insgesamt erschreckend „normal“ und mir fehlen die kleinen Überraschungen und Wunder, die ich mir beim Lesen erhofft habe und die die Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen.

Flinns Suche nach dem Geheimnis rund um das Verschwinden ihres Bruders steht sehr im Fokus. Das fand ich auch nicht schlecht, aber eher unkoordiniert. Flinn und ihre Freunde „stolpern“ eher über gewisse Hinweise. Die Freundschaft zwischen Peg, Kazim und Flinn hat mir hingegen gut gefallen und alle sind ein bisschen ungewöhnlich und fallen aus der Norm. Ein weiterer interessanter Charakter ist Feodor, der als Kohlenjunge arbeitet und der Flinn ebenfalls hilft.

 

Der Weltenexpress ist leider nicht so magisch wie erhofft. Flinn fand ich sehr sympathisch, dennoch habe ich doch etwas anderes erwartet.