Cover: Sauerländer

Erschienen: September 2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 368 Seiten
ISBN: 978-3-7373-5344-1
Buch: 16,99 EUR
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Kol ist der älteste Sohn des Anführers seines Clans und von ihm wird erwartet, dass er bald heiratet. Doch es gibt keine jungen Frauen im Clan und als Besuch von einem anderen Clan kommt inklusive zwei junger Frauen ist Kol sofort von Mya fasziniert. Doch diese weist ihn entschieden ab und der Grund dafür liegt in der Vergangenheit der Clans begraben, die plötzlich wieder lebendig wird…

Die Geschichte spielt zu der Zeit als man noch Mammuts gejagt und ein einfaches Leben geführt hat. Viel hängt vom Jagdgeschick ab, doch die Mammuts ziehen immer weiter nach Süden und das Leben ist unwirtlich. Die Kälte herrscht über das Land. Da es in Kols Clan keine jungen Frauen gibt, steht das Überleben des Clans auf dem Spiel.


Kol ist der Sohn des Ältesten und soll diesem als Clanführer folgen. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst und liebt seine Familie sehr. Als er Mya bei einem Besuch ihres Clans kennen lernt, ist er fasziniert von ihr, doch sie ist ihm gegenüber mehr als abweisend, ja regelrecht unhöflich und ihr Verhalten ändert sich auch im Lauf der Geschichte nicht nennenswert. Mya ist an sich ein starker Charakter und ebenfalls die Älteste, die dem Clanführer folgen wird. Sie ist eine ausgezeichnete Jägerin und kann kämpfen.

Die Perspektive ist sehr ungewöhnlich, denn Kol erzählt seiner Geschichte Mya und spricht immer von „du“, sobald Mya in einer Szene auftaucht. Daran musste ich mich erst gewöhnen, doch mit der Zeit fiel es mir nicht mehr so sehr auf. Während Kol ein sehr gefühlvoller Mensch ist, bleibt Mya sehr kalt und unnahbar. Somit funktionierte für mich die Liebesgeschichte, die sowieso kaum vorhanden war, nicht wirklich.

Die Autorin entführt uns in ein Geflecht aus mehreren Clans, dass ich interessant fand. Hier geht es um Verrat und Misstrauen, aber auch ums nackte Überleben, was mich sehr fasziniert hat. Dennoch schwebte immer Mya über dem Ganzen, mit der ich mich so gar nicht anfreunden konnte.

Ivory & Bone entführt den Leser in die Zeit der Mammuts, als noch hart ums Überleben gekämpft wurde. Das Geflecht der Clans fand ich faszinierend. Leider wurde ich mit einer der Hauptprotagonistinnen, Mya, so gar nicht warm, sie bleibt unsympathisch und kalt. Und auch die Perspektive ist etwas ungewöhnlich.