Cover: Mira Verlag

Erschienen: Februar 2015
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 304 Seiten
ISBN: 978-3-95649-107-8
Buch: 9,99 EUR
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Die Zeitengängerin ist Teil einer Serie, wobei der Mira Verlag nun einen Teil mittendrin zur Übersetzung gewählt hat.

Alexandra hat sich aufs Land zurückgezogen und liebt ihren Beruf als Fremdenführerin, der sie mitten durch die Landschaften führt. Hier hat sie Ruhe vor den Geistern, die sie immer wieder heimsuchen.

Als ihre beste Freundin sie bittet, zurück zum Militär zu kommen und bei einem geheimen Militärprojekt mitzuwirken, sträubt sie sich mit Händen und Füßen. Erst als klar wird, dass eine Verbindung zwischen dem sehr attraktiven Fremden, der immer wieder in ihren Träumen auftaucht, besteht und dem Projekt, lässt sie sich auf eine waghalsige Zeitreise ein…

Dies ist wohl das dritte Band der Serie und leider merkt man das als Leser auch. Es werden sehr viele Informationen vorausgesetzt und nur angedeutet, z.B. warum diese Zeitreisen überhaupt notwendig sind, wie das Projekt entstanden ist, wer die Bedrohung darstellt etc.


Das macht die ersten Seiten etwas holprig. Alexandra selbst empfindet ihre Gabe, mit Geistern sprechen zu können, eher als Fluch, denn sie hat eigentlich nie wirklich Ruhe. Zudem empfindet sie einen richtigen Widerwillen gegen Autoritätspersonen, weswegen sie ihren Dienst beim Militär quittiert hat. Dennoch lässt sie sich auf die Mission ein, in der sie als eine Priesterin der Göttin zurückgesendet wird, in die Zeit 60 Jahre n. Chr. zu den Kelten. Dort trifft sie auch auf den Druiden Caradoc, den sie aus ihren Träumen wieder erkennt.

Generell spielt das Thema „Nähe zur Göttin“ eine große Rolle, denn Alexandra begegnet dieser sogar persönlich. Das hat mich total an die House of Nights und Tales of Partholon Serien erinnert und die Autorin nutzt in meinem Augen zu viele Parallelen. Was mich auch gestört hat, ist, dass eigentlich nicht wirklich viel passiert. Viele Seiten werden mit eben dieser Göttinnenmystik gefüllt. Auch das Ziel von Alex Reise ist zwar klar, aber WARUM sie das genau macht, wird in einem einzigen Nebensatz angedeutet und gab nicht so wahnsinnig viel her als Erklärung.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich ab einem bestimmten Zeitraum sehr zügig, wobei mir die Lösung, wie die beiden zusammen sein können, dann doch zu glatt geht. Generell wirkten sowohl die Charaktere als auch die Story eher flach und oberflächlich.

Die Zeitengängerin ist das 3. Buch einer Serie und leider werden nicht alle benötigten Vorkenntnisse erläutert. Die Grundidee fand ich gut, allerdings wirkt P.C. Casts Umsetzung eher oberflächlich und flach, was ich sehr schade fand. Das Thema „Beziehung zur Göttin“ steht in meinen Augen auch zu sehr im Vordergrund und liefert zu viele Parallelen zu bereits bekannten Serien der Autorin.