Bild:Cora Verlag
(Link 07.01.13)

Honoria Smythe-Smith ist die Hauptperson dieses wunderbaren romantischen Historicals. Der Name kommt euch bekannt vor? Dann habt ihr ihn bestimmt schon in Zusammenhang mit den berühmt-berüchtigten musikalischen Auftritten der Smythe-Smith gehört, denn das Quartett ist musikalisch leider völlig unbegabt, gibt die Familientradition deswegen aber noch lange nicht auf 🙂

Honoria ist die Jüngste und hat langsam die Nase voll davon unverheiratet zu sein während ihre älteren Geschwister fast alle glücklich verheiratet sind. Sie möchte endlich eine Familie gründen. Als sie dafür zusammen mit ihren Freundinnen einige junge Gentlemen einlädt, kommt sie auf die grandiose Idee, ein Loch im Garten zu graben, um dann so tun, als ob sie sich den Fuß verstaucht hat, damit man sie „retten“ kann. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen 🙂

Doch wie es das Schicksal so will, taucht statt des erwünschten Gentleman Marcus Holroyd, der Earl of Chatteris auf. Dieser ist ein alter Freund aus Kindertagen. Was Honoria allerdings nicht weiß: Er hat ihrem Bruder Daniel als dieser das Land verlassen musste, versprochen, die Verehrer von Honoria ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Mit diesem Plan findet er Honoria und ihr Loch im Garten vor und fällt prompt selbst hinein und verstaucht sich den Fuß. 

Ab hier geht es dann erst mal etwas dramatisch weiter, denn neben einer schweren Erkältung, weil er im Regen auf Hilfe warten muss, fängt sich der arme Marcus gleich auch noch eine schlimme Blutvergiftung ein. Da sich Honoria höchst schuldig fühlt (schließlich kam sie auf die Idee mit dem Loch) und Markus auch keine Familie mehr hat, überredet sie ihre Mutter mit ihr zu Markus zu reisen und ihm während seiner Erkrankung beizustehen. 

Ab hier beschreibt Julia Quinn mit schönen Gesten und Blicken, wie sehr sich die beiden eigentlich schon lieben, aber es ihnen selbst alles andere als bewusst ist. So beruhigt Honorias Stimme Markus als er schlimme Schmerzen hat und auch Honoria sieht Markus langsam nicht mehr als weiteren Bruder sondern als attraktiven Mann.
Während Honoria sehr aufgeweckt ist und ein totaler Familienmensch, ist Markus eher etwas schüchterner und hat keine eigene Familie. Um so glücklicher ist er, dass er seit seiner Kindheit mit der Smythe-Familie befreundet ist und diese ihn quasi adoptiert hat. 

Bis zum Happy End zwischen Honoria und Markus dauert es allerdings noch einige Zeit, doch dieses wird von vielen amüsanten Szenen begleitet u.a. von einer der berühmt-berüchtigten musikalischen Soirée des Smythe-Smith Quartetts.

Fazit: Julia Quinn hat hier einen eher ruhigen und dennoch sehr schönen Historical geschrieben und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Serienteil.