Cover: Egmont Lyx

Erschienen: Dezember 2015
Ausgabe: ebook
Seiten: 300 Seiten
Buch: 4,99 EUR
ISBN: 978-3-7363-0246-4
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Sheeva Mathews ist Kopfgeldjägerin und jagt Dämonen und andere übernatürliche Straftäter. Ein besonderer Straftäter ist Duncan McClary; er entwischt Sheeva immer wieder. Als sie einen heißen Tipp bekommt, begibt sie sich auf die Jagd und kann ihn tatsächlich einkesseln. Doch dann macht er ihr ein ungewöhnliches Angebot: Sie soll mit ihm durch die Porta Inferna gehen, dem Tor in die Unterwelt, um endlich zu erfahren, wer sie wirklich ist… 

Von Porta Inferna habe ich mir eine gute Mischung aus Urban Fantasy und Paranormal Romance versprochen. Leider gab es einfach zu viele Ungereimtheiten für mich. Sheeva hat mir anfangs gut gefallen: Sie ist eine taffe Kopfgeldjägerin, die sich zu wehren weiß. Sie hat seit ihrem 16. Lebensjahr ein besonders Mal auf dem Handgelenk, was es genau bedeutet, weiß sie nicht und wird übrigens bis zum Schluss auch nicht wirklich erklärt.

Mir fehlte auch eine kurze Erklärung, wie Sheeva vom Auszug von zu Hause, weil sie sich nicht mehr mit ihren Eltern versteht dazu gekommen ist, Dämonen zu jagen. Naja sie tut es auf jeden Fall und lässt sich von Duncan dazu überreden, ihm in die Unterwelt zu folgen.

Ab da ist es dann mit der taffen Kopfgeldjägerin vorbei. Sheeva gerät sofort in Lebensgefahr und kommt eigentlich auch nicht wirklich raus. Sie mutiert zum „schwachen Weibchen“. Was es mit ihren plötzlich auftretenen Kräften auf sich hat, wird bis zum Ende leider nicht wirklich erklärt. Sie kann sie unglücklicherweise auch nicht kontrollieren und keiner erklärt ihr (oder dem Leser), was es jetzt genau damit auf sich hat. Auch die Unterwelt wird nicht wirklich beschrieben, hier hätte viel Potenzial im Weltenaufbau gesteckt, um die Fantasie der Leser anzuregen, doch das wurde in meinen Augen leider nicht genutzt.

Dann präsentiert die Autorin noch zwei Männer: Duncan und Amal, einen Dämon. Zwischen beiden und Sheeva gibt es jeweils Schwingungen, aber auch dieser Handlungsstrang bleibt unausgegoren, denn Duncan liebt eigentlich eine Andere und Amal ist ein Dämon und poppt eher durch die Gegend, aber naja, ich muss ja nicht alles verstehen 😉

Für mich wurde leider kein Handlungsstrang richtig zu Ende geführt. Weder was es mit dem Mal und dem Schicksal von Sheeva auf sich hat, wird richtig geklärt, noch wird das Potenzial einer Romanze genutzt. Es bleibt ein unausgegorenes Gefühl von viel zu viel ungenutztem Potenzial.