Cover: Baumhaus

Erschienen: August 2013 beim Baumhaus Verlag
Ausgabe: gedruckt
Seiten: 334
ISBN: 978-3-8339-0242-0
Buch: 14,99 EUR
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„Der Spiegel der Göttin“ ist ein außergewöhnlicher Roman über die junge Tomoe, die von einem Gott auserwählt wurde, dem wahren Kaiser Japans zur Macht zur verhelfen.

Die 14-Jährige Tomoe lebt mit ihrer Familie in einer ärmlichen Hütte. Sie leben davon, Reis anzubauen. Als Tomoe von ihrer Mutter im tiefsten Winter zum Holz suchen geschickt wird, hat sie eine unheimliche Begegnung: Ein Diener des Gottes Emna verkündet ihr, dass sie eine besondere Bestimmung hat, dafür aber ein schlimmes Schicksal, auf diejenigen, die sie liebt, wartet.
Vollkommen verstört rennt sie zurück zur Hütte ihrer Eltern, nur um ihre Familie ermordet vorzufinden. Ihr einziges Ziel besteht nun darin, ihre Familie zu rächen! Als sie von Kampfmönchen in ein Kloster mitgenommen wird, hat sie die Chance endlich kämpfen zu lernen. Sie ahnt nicht, welchen magischen Wesen sie noch begegnen wird, ebenso wie der Liebe…

Tomoe
tat mir vor allem am Anfang sehr Leid, da sie auf einen Schlag ihre
ganze Familie verliert. Im Kloster findet sie so etwas wie Alltag und
sie wird langsam aber stetig eine gute Kämpferin, denn ihr Meister
Hiroshi ist sehr streng zu ihr. Ihre Aufgabe, die sie vom Totengott Emna
übertragen bekommen hat, hat sie auch nicht vergessen, denn sie soll
die drei magischen Throninsignien finden, die dem wahren Kaiser auf den
Thron Japans verhelfen werden.


Gut
haben mir ebenfalls die vielen magischen Wesen gefallen, die Tomoe auf ihrem Weg
begegnen, von unheimlichen Dämonen bis zu einer listigen Fuchsfrau, die
ihr eine gute Freundin wird oder einem Drachengott. 
Im letzten Drittel des Buches begegnet sie dem Fürsten und rettet ihn zusammen mit Hiroshi vor einem Angriff. Der Fürst wird schwer verletzt und Tomoe bangt um sein Leben. Dabei verliebt sie sich zum ersten Mal, doch steht sie in ihrer Herkunft als Bauerstocher weit unter dem Fürsten. Dennoch merkt man als Leser in kleineren Momenten, die im Laufe der Geschichte folgen, dass auch er von ihr sehr angetan ist. 
Schon der spannende Prolog hat deutlich gemacht, dass die beiden zusammen kommen werden und dass auf Tomoe ein schweres Schicksal wartet. Doch diese Entwicklung wird erst in Band 2 & 3 fortgeführt werden.
Da Tomoe drei Throninsignien finden muss, hier im 1. Band den „Spiegel der Göttin“ wird es wohl in den beiden anderen Bändern jeweils um ein weiteres Artefakt gehen.
Ich hätte mir um ehrlich zu sein, etwas mehr Liebesgeschichte schon in diesem ersten Teil gewünscht, doch Tomoes Weg mitzuverfolgen, ist, denke ich, für den weiteren Verlauf der Geschichte sehr wichtig.

Tomoes Geschichte von einer einfachen Bauerstochter zur Auserwählten eines Gottes mit besonderer Aufgabe war spannend mitzuverfolgen. Auch ihr mühsamer Weg, die Kampfkunst zu erlernen, hat mir gefallen. Die Welt, die uns Corinna Bomann hier präsentiert, war sehr vielfältig und fantastisch, denn interessante Figuren wie die Fuchsfrau unterstützen Tomoe bei ihrer Aufgabe. Die Liebesgeschichte beginnt erst im letzten Drittel des Buches und wird sicherlich in Band 2 & 3 eine wichtige Rolle spielen, so wie auch schon im Prolog angedeutet.

Vielen Dank an den Baumhaus Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.